Dein Starterpaket

Pumi-Erstausstattung: das komplette Starterpaket

Mittelhaart geringEnergie 5/5

Der Start mit einem Pumi kostet realistisch 254–700 € Pflicht-Erstausstattung (Optionales: +77–211 €) plus 800–1200 € Welpenpreis und 60–100 €/Monat laufend — im ersten Jahr gesamt etwa 1.774–3.100 €. Über ein Pumi-Leben von 12–14 Jahren summiert sich das auf rund 9.694–18.700 € — ohne OP-Fälle. Diese Seite ist deine komplette Einkaufs- und Startliste, zugeschnitten auf den Pumi.

Einkaufsliste Der Pumi Futter Welpen kaufen Behörden Erste Tage

Die Einkaufsliste: Erstausstattung für deinen Pumi

Hake ab, was du schon hast — die Summe rechnet live mit und bleibt in deinem Browser gespeichert. 20 Pflicht-Positionen, 8 optionale.

Kaufgrößen für den Pumi: ausgewachsen 38–47 cm Schulterhöhe und 8–15 kg — Transportbox also mindestens ca. 56 cm hoch, Geschirr und Bett in M. Beim Welpen mitwachsende, verstellbare Varianten wählen.

Speziell beim Pumi: Ausstattungsseitig ist der Pumi unkompliziert — die Standardliste reicht, das lockige Fell haart kaum. Investiere das gesparte Geld in Beschäftigung: Intelligenzspielzeug, Futterbeutel, Material fürs Tricktraining. Ein Hund mit Höchstwerten in Energie und Intelligenz braucht Arbeitsmaterial, keine Deko.

Unterwegs

Zuhause

Pflege

Training & Beschäftigung

Sicherheit

Pflicht noch offen: 254–700 € + Optionales: 77–211 € · 0/28 erledigt

Die Erstausstattung ist einmalig — die laufenden 60–100 €/Monat rechnet dir der Kostenrechner für den Pumi im Detail durch.

Worauf du dich beim Pumi einstellen solltest

Ideal für aktive Menschen mit Zeit für Hundesport und Training, die einen wendigen, cleveren Begleiter suchen und das lockige Fell regelmäßig pflegen. Ungeeignet für ruhesuchende Halter, bellempfindliche Nachbarschaften und Anfänger ohne Erfahrung mit temperamentvollen Hütehunden.

Gesundheit & Vorsorge: Rassetypisch sind Hüftdysplasie, Patellaluxation, Katarakt. Seriöse Züchter lassen die Elterntiere entsprechend untersuchen — frag gezielt danach. Genau solche Diagnosen machen die OP-Versicherung beim Pumi zur nüchternen Rechenaufgabe statt zur Gefühlsfrage. Mehr im Rasseprofil.

Beschäftigung: Mit Energielevel 5/5 braucht der Pumi täglich echte Aufgaben — plane Schnüffel- und Intelligenzspiele als festen Ausstattungsposten ein, nicht als Deko.

Fell & Pflege: unkompliziertes Fell: eine einfache Bürste genügt. Haarstufe: gering, gilt als allergikergeeignet.

Der Futter-Fahrplan (Mittel)

Welpe: Standard-Mahlzeitentreppe: bis ca. 12 Wochen 4 Mahlzeiten täglich, vom 3. bis 6. Monat 3 Mahlzeiten, ab dem 6. Monat 2 Mahlzeiten (Deutscher Tierschutzbund: drei bis vier Mahlzeiten, ab etwa sechs Monaten zwei). Gefüttert wird ein Welpen-Alleinfutter, das den Bedarf im Wachstum inklusive Calcium/Phosphor deckt — zusätzliche Mineralstoffpräparate sind bei Alleinfutter unnötig und können schaden. Die Futtermenge richtet sich nach dem erwarteten Endgewicht, nicht nur nach dem aktuellen Gewicht.

Erwachsen: Mittelgroße Rassen sind mit etwa 12 Monaten ausgewachsen; die Umstellung auf Adultfutter erfolgt etwa mit 12–15 Monaten, schrittweise über rund eine Woche gemischt. Danach 1–2 Mahlzeiten pro Tag (VDH), in der Praxis meist 2 feste Mahlzeiten. Richtwert: ca. 170–350 g Trockenfutter/Tag (10–25 kg Körpergewicht, normal aktiv) — grober Richtwert; Energiebedarf z. B. 10 kg ≈ 650 kcal, 20 kg ≈ 950–1.150 kcal/Tag je nach Formel und Aktivität.

Beim Pumi besonders wichtig: Ernährungsphysiologisch die unkomplizierteste Klasse. Der Bedarf hängt stark von Aktivität, Kastration und Alter ab; die Fütterungsempfehlung auf der Packung ist nur Startpunkt. Gewichtskontrolle über regelmäßiges Wiegen und den Rippen-Check: Die letzten Rippenpaare sollen ohne Druck fühlbar sein.

Und speziell beim Pumi: Nutze den Napf als Trainingsbudget: Bei einem so lernhungrigen Hund kann ein guter Teil der Tagesration direkt in Kopfarbeit fließen. Halte ihn dabei schlank — Hüftdysplasie und Patellaluxation kommen vor, und der Pumi springt viel.

Die 6 Grundregeln der Welpenfütterung
  • Welpen brauchen ein altersgerechtes Welpen-Alleinfuttermittel — es deckt den Bedarf im Wachstum inklusive Calcium und Phosphor; zusätzliche Mineralstoff- oder Calciumpräparate sind dann unnötig und können dem Skelett sogar schaden (VDH, Fressnapf, tierärztliche Ratgeber).
  • Futterumstellungen immer langsam über etwa eine Woche: anfangs ca. 3/4 altes und 1/4 neues Futter, den Anteil täglich steigern; ständige Futterwechsel vermeiden (Tierschutzbund, Dr. Hölter). Nach dem Einzug zunächst ca. zwei Wochen das vom Züchter gewohnte Futter weiterfüttern.
  • Mahlzeitentreppe einhalten: bis ca. 12 Wochen 4 Mahlzeiten täglich, vom 3.–6. Monat 3, ab dem 6. Monat 2 — zu feste Zeiten und mit Ruhe nach dem Fressen (mind. ca. 1 Stunde, wichtig zur Magendrehungs-Vorbeugung).
  • Leckerli und Kauartikel in die Tagesration einrechnen (Faustregel: maximal ca. 10 % des Tagesenergiebedarfs als Snacks) — sonst droht Übergewicht schon im Wachstum.
  • Futtermenge am erwarteten Endgewicht und an der Körperkondition ausrichten, nicht stur nach Tabelle: Herstellerangabe als Startwert, dann über Wiegen und Rippen-Check nachsteuern; ein Welpe soll schlank wachsen, nicht möglichst schnell.
  • Frisches Wasser muss immer verfügbar sein; Tabu sind u. a. Schokolade, rohes Schweinefleisch, gewürzte Essensreste und splitternde Knochen (Tierschutzbund).

Was er nicht fressen darf: der Futter-Check.

Pumi-Welpen kaufen: seriöse Quellen und Warnsignale

VDH-Welpenvermittlung (offizielles Welpenportal)Zentrale Suche über alle VDH-Züchter: Rasse + PLZ/Umkreis eingeben, Trefferliste zeigt aktuelle Würfe und ob Welpen verfügbar sind ('Welpenampel'). Nur Züchter aus VDH/FCI-Vereinen mit kontrollierter Zuchtordnung. Zusätzlich Suchagent: E-Mail-Benachrichtigung, sobald Welpen der Wunschrasse verfügbar sind.
Zuchtverein der Rasse (VDH-Mitgliedsverein)Unter dem VDH-Dach betreuen 163 Rassehunde-Zuchtvereine die einzelnen Rassen. Der zuständige Verein kennt alle Würfe, führt eigene Welpenvermittlungen und kann zu Gesundheitsprogrammen der Rasse (z.B. HD-Auswertung) beraten. Zu finden über das VDH-Rasselexikon auf der jeweiligen Rasseseite unter 'Vereine'.
VDH-Züchtersuche (auch ohne aktuellen Wurf)Zertifizierte Züchter der Wunschrasse in der Region finden und frühzeitig Kontakt aufnehmen — seriöse Züchter haben oft Wartelisten, mehrere Besuche vor der Abgabe sind üblich und erwünscht.
VDH-Notvermittlung (erwachsener Rassehund in Not)Fast alle VDH-Mitgliedsvereine betreiben Notvermittlungsstellen für Rassehunde aus zweiter Hand (Abgabetiere, 'Scheidungswaisen', auch Hunde ohne VDH-Papiere). Fachleute des jeweiligen Zuchtvereins beraten intensiv und prüfen die Passung — ein seriöser Weg zum erwachsenen Rassehund.
Tierheim / Deutscher TierschutzbundEhrlich gesagt: Rassewelpen sind im Tierheim selten — meist warten erwachsene Hunde und Mischlinge, teils mit Vorgeschichte (der VDH selbst empfiehlt diesen Weg nur, wenn man möglichen Verhaltensauffälligkeiten gewachsen ist). Dafür ist die Schutzgebühr moderat (z.B. Hamburger Tierschutzverein: 300 € pro Hund) und deckt Impfung, Chip und tierärztliche Versorgung nur teilweise. Wer flexibel bei Alter und Rasse ist, tut hier das beste Werk.
Pflegestellen seriöser TierschutzvereineEingetragene Tierschutzvereine vermitteln Hunde über private Pflegestellen, wo die Tiere im Haushalt leben und ehrlich eingeschätzt werden können. Seriös erkennbar an: eingetragener Verein, Schutzvertrag mit Schutzgebühr, Vorkontrolle, transparente Herkunft, vollständige Papiere (EU-Heimtierausweis). Vorsicht bei 'Tierschutz'-Angeboten, die wie Verkauf ablaufen — die Kampagne Wühltischwelpen erklärt die Abgrenzung zwischen seriösem Tierschutz und getarntem Hundehandel.

Die eine Frage, die du stellen solltest: „Sind Hüften und Kniescheiben beider Elterntiere untersucht?" — Hüftdysplasie und Patellaluxation sind die orthopädischen Themen dieser sprungfreudigen Rasse, und beide Befunde sind für seriöse Züchter Routine.

Seriösen Züchter erkennen — die 8-Punkte-Prüfung
  • Mitgliedschaft im Zuchtverband: Der Züchter gehört einem VDH/FCI-Zuchtverein an, dem Gesundheit und Wesen der Hunde wichtig sind und der die Umsetzung kontrolliert — erkennbar am VDH-Gütesiegel (VDH-Checkliste 'Zuchtstätte').
  • Besuch der Zuchtstätte ist selbstverständlich möglich: Die Zuchtstätte ist sauber und gepflegt, die Hunde haben Familienanschluss, Auslauf und eigene Bereiche; mehrere Besuche vor der Abgabe sind üblich (VDH; Wühltischwelpen-Checkliste Punkt 8).
  • Die Mutterhündin ist vor Ort, macht einen gesunden und zufriedenen Eindruck und hat sichtbar Bezug zu ihren Welpen (VDH-Checkliste; Wühltischwelpen Punkt 1).
  • Die Welpen sind gesund, munter, aufgeschlossen und angstfrei; Impfungen und Entwurmungen sind nachweislich dokumentiert (VDH-Checkliste).
  • Der Züchter stellt selbst Fragen: Er informiert sich aktiv, ob der Interessent die Voraussetzungen für die Hundehaltung mitbringt — wer nicht fragt, hat meist nur wirtschaftliche Interessen (VDH; Wühltischwelpen Punkt 4).
  • Der Züchter gibt bereitwillig Auskunft auf alle Fragen — zu Zuchterfahrung, Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere und Aufzucht (VDH).
  • Überschaubarer Zuchtumfang: Bei mehr als zwei Rassen und mehr als vier Würfen pro Jahr ist Vorsicht geboten — das deutet auf gewerbliche Vermehrung hin (Wühltischwelpen-Checkliste Punkt 7).
  • Juristisch korrekter Kaufvertrag mit Name, Adresse, Haftung des Verkäufers und Kaufpreis; realistischer Preis: unter 500 € kann kein seriöser Züchter kostendeckend aufziehen, marktüblich sind je nach Rasse vierstellige Beträge (Orientierung solide Mittelklasse: ca. 1.000–2.500 €, z.B. Dalmatiner Ø ~1.200 €) (VDH; Wühltischwelpen Punkt 2 und 5).
Warnsignale: Daran erkennst du Welpenhandel
  • Dumpingpreis: Rassewelpen für 250–500 € — laut VDH kann zu solchen Preisen kein seriöser Züchter die Aufzuchtkosten decken; die Kampagne Wühltischwelpen nennt 'ab 600 € und mehr' als marktüblich, alles deutlich darunter ist unseriös.
  • Muttertier nicht zu sehen: Ausreden wie 'beim Tierarzt' oder 'zu nervös', Besichtigung der Aufzuchtstätte wird verweigert, stattdessen wird spontane Übergabe angeboten (Tierschutzbund; Wühltischwelpen).
  • Übergabe an anonymen Orten: Parkplatz, Autobahnraststätte, Markt, aus Kofferraum, Bus oder Pappkarton — und anonyme Online-Inserate, oft mit vielen Rassen gleichzeitig im Angebot (Wühltischwelpen-Checkliste; VDH warnt: 'gleich fünf, zehn oder mehr Rassen auf einmal').
  • Fehlende oder gefälschte Papiere: kein Impfnachweis/EU-Heimtierausweis, keine Ahnentafel, kein Chip; Welpen jünger als acht Wochen — die Trennung von der Mutter mit fünf oder sechs Wochen ist laut VDH gesetzeswidrig.
  • Kranker Zustand der Welpen: dünn oder vom Wurmbauch aufgebläht, apathisch in der Ecke liegend, stumpfes schmutziges Fell, wimmernd oder auffällig stumm, kein Wasser und Futter verfügbar (Wühltischwelpen-Checkliste Punkt 6).
  • Der Verkäufer stellt keinerlei Fragen zu Ihren Lebensumständen und drängt auf schnellen Abschluss gegen Bargeld — seriöse Vermittlung braucht Zeit und mehrere Kontakte. Das Problem ist real: Der Deutsche Tierschutzbund dokumentierte allein 2024 224 Fälle illegalen Heimtierhandels mit 991 Tieren, davon 515 Hunde — überwiegend zu junge, kranke Rassewelpen, häufigstes Herkunftsland Rumänien (Pressemeldung 16.04.2025).

Behörden & Formales

Hundesteuer anmelden · Je nach kommunaler Satzung meist innerhalb von 2-4 Wochen nach Anschaffung oder Zuzug (örtlich abweichend)

Anmeldung bei der Wohnsitzgemeinde (Bürgeramt/Steueramt, vielerorts online). Kosten: je nach Gemeinde grob 40-190 Euro/Jahr für den ersten Hund (Beispiele: Hamburg 90, München 100, Berlin 120, Köln 174 Euro); Zweithunde meist teurer; für Listenhunde teils 600-1.200 Euro/Jahr. Nichtanmeldung kann als Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld geahndet werden. Quelle: steuern.de (Haufe)

Hundehaftpflichtversicherung abschließen · Vor bzw. unmittelbar zum Einzug

Pflicht für ALLE Hunde in Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen sowie in Bremen (neues BremHundeG, in Kraft seit 1.7.2026). In den übrigen Ländern Pflicht v.a. für Listenhunde bzw. große Hunde (z.B. NRW: ab 20 kg oder ab 40 cm Widerristhöhe). Mindestdeckungen je nach Land, z.B. 1 Mio. Euro (Berlin/Hamburg) oder 500.000 Euro Personen-/250.000 Euro Sachschäden (Schleswig-Holstein, Bremen). Auch ohne Pflicht dringend empfohlen: Halter haften unbegrenzt. Quellen: transparent-beraten.de, Senatspressestelle Bremen

Mikrochip setzen lassen und kostenlos registrieren · Direkt nach Übernahme prüfen bzw. beim ersten Tierarztbesuch

Mikrochip setzt der Tierarzt ohne Narkose (Gesamtkosten inkl. Transponder meist ca. 30-70 Euro). Wichtig: Der Chip allein macht den Hund nicht auffindbar — die 15-stellige Nummer muss zusätzlich kostenlos bei TASSO e.V. oder FINDEFIX (Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes) mit den Halterdaten registriert werden; das passiert NICHT automatisch durch den Tierarzt. Einzelne Länder verlangen zusätzlich die Eintragung in ein zentrales Hunderegister (z.B. Bremen seit 7/2026) — bei der Gemeinde erfragen. Quellen: TASSO, FINDEFIX, Tierheim Hannover, Senatspressestelle Bremen

EU-Heimtierausweis ausstellen lassen · Spätestens vor der ersten Auslandsreise

Wird nur von ermächtigten Tierärzten ausgestellt (Kosten nach tierärztlicher Gebührenordnung). Voraussetzungen: Mikrochip und gültige Tollwutimpfung. Pflicht für Reisen mit Hund zwischen EU-Ländern; gilt lebenslang, solange die Tollwutimpfung aufgefrischt wird. Enthält Chipnummer, Gesundheits-/Impfdaten und Halterkontakt. Quelle: europa.eu (Your Europe)

Sonderfall Sachkundenachweis / Hundeführerschein · Niedersachsen: Theorie VOR Anschaffung, Praxis binnen 1 Jahr

Niedersachsen verlangt von allen Ersthundehaltern einen Sachkundenachweis (Theorie + Praxis). Bremen hat mit dem neuen Hundegesetz ab 1.7.2026 einen verpflichtenden 'Hundeführerschein' für Neu-Halter eingeführt. NRW verlangt Sachkunde für große Hunde (ab 20 kg oder ab 40 cm Widerristhöhe) und gefährliche Hunde. Andere Länder nur für Listen-/auffällige Hunde. Quellen: DER HUND (Sachkunde nach Bundesland), Senatspressestelle Bremen

Gut zu wissen: In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzlich Pflicht — und OP-Kosten sind der häufigste Kostenschock im Hundeleben. Wo die Haftpflicht Pflicht ist

Die ersten Tage mit deinem Pumi

Die wichtigste Lektion heißt Ruhe: Der Pumi bringt Bellfreudigkeit auf Maximalstufe mit, und jedes versehentlich belohnte Melden wird zum Dauerprogramm. Ignoriere Alarm, belohne Stille, und gib ihm täglich echte Aufgaben — ein unterforderter Pumi kommentiert sonst alles, was sich bewegt.

Vor dem Einzug
  • Haltung formal klären: Mietvertrag bzw. Vermieter-Zustimmung prüfen (bei Listenhunden nur mit schriftlicher Genehmigung des Vermieters), alle im Haushalt müssen einverstanden sein, Tierhaar-Allergien vorab abklären
  • Laufende Kosten realistisch kalkulieren: Futter, Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Tierarzt (jährliche Impfung, Entwurmung, Krankheitsfall) — ein Hund lebt bis zu ca. 15 Jahre
  • Erstausstattung besorgen: Fress- und Wassernapf, Halsband oder Geschirr plus Leine, für Tierschutz-/Angsthunde zusätzlich Sicherheitsgeschirr zur doppelten Sicherung, Schlafplatz (Körbchen/Matte/Liegekissen), Spielzeug und Kauartikel, Bürste/Kamm, Kotbeutel, Transportbox bzw. Autosicherung
  • Vorrat des gewohnten Futters organisieren (vom Züchter/Tierheim erfragen), um Magen-Darm-Probleme durch abrupten Futterwechsel zu vermeiden
  • Wohnung und Garten hundesicher machen: Stromkabel/Steckdosen sichern, Putzmittel und Medikamente wegschließen, Giftpflanzen entfernen, Garten ausbruchsicher umzäunen
  • Ruhigen Rückzugsort einrichten: ungestörter, zugfreier Platz mit jederzeitigem Zugang, nicht auf kaltem Steinboden
  • 1-2 Wochen Urlaub für die Eingewöhnung einplanen
  • Tierarztpraxis in der Nähe aussuchen und Kontakt aufnehmen; außerdem Betreuungs-Backup für Urlaub/Krankheit organisieren
Die ersten 48 Stunden
  • Bei der Abholung doppelt sichern: Sicherheitsgeschirr plus zweite Leine/Halsband — besonders bei Tierschutzhunden in den ersten Wochen unverzichtbar; im Auto Transportbox oder Sicherungsgurt
  • Ruhig ankommen lassen: Reizflut begrenzen, keine Besucher in den ersten Tagen
  • Rückzugsort zeigen und den Hund die Wohnung in seinem Tempo erkunden lassen, nicht bedrängen
  • Erste Gassirunden kurz halten und nur gesichert laufen
  • Gewohntes Futter in kleinen Portionen füttern, kein Futterwechsel am ersten Tag; frisches Trinkwasser steht immer bereit
  • Stubenreinheit ab Tag 1: nach dem Fressen, Schlafen und Spielen sofort nach draußen, Lösen draußen ausgiebig loben — nie bestrafen
  • Welpen nicht allein lassen und nachts in der Nähe der Bezugspersonen schlafen lassen; ein vertraut riechendes Objekt (Decke/Kissen vom Züchter oder Tierheim) an den Schlafplatz legen
Die ersten Wochen
  • Feste Routine aufbauen: geregelte Fütterungszeiten und etwa vier Gassirunden täglich, dazwischen bewusste Ruhephasen
  • Klare Regeln von Anfang an — alle im Haushalt verwenden dieselben Signale (z.B. 'Sitz', 'Komm'), erwünschtes Verhalten sofort loben
  • Hund nicht über Stunden allein lassen — Hunde sind hochsoziale Tiere, Frustration führt zu Verhaltensstörungen; Alleinsein nur langsam steigern
  • Erst-Check beim Tierarzt: Impfstatus prüfen/vervollständigen (Staupe, Hepatitis, Parvovirose, Leptospirose, Tollwut; Grundimmunisierung nach StIKo Vet: Impfungen mit 8, 12 und 16 Wochen sowie eine Wiederholung im 15. Lebensmonat — den genauen Plan legt der Tierarzt fest), Entwurmung planen (Welpen alle 3-4 Wochen, erwachsene Hunde mind. halbjährlich), Zeckenschutz besprechen, Chip kontrollieren bzw. nachholen
  • Stubenreinheit konsequent weiterführen; klappt es nach 2-4 Wochen nicht, organische Ursachen (z.B. Blasenentzündung) tierärztlich abklären
  • Neue Reize, Besuch und Hundekontakte erst nach der ersten Eingewöhnung dosiert steigern
  • Bei Problemen früh Hilfe holen: Rücksprache mit Tierheim/Züchter oder Hundetrainer bzw. Hundeschule — nicht gleich aufgeben; Tierschutzhunde zeigen sich zu Hause oft anders als im Tierheim
  • Falls Futterumstellung gewünscht: langsam über etwa eine Woche mischen — nie abrupt wechseln.

Tiefer einsteigen: Die ersten 14 Tage · Stubenrein in Rekordzeit · Alleinbleiben trainieren

Häufige Fragen zum Pumi-Start

Was kostet die Erstausstattung für einen Pumi?

Realistisch 254–700 € für die Pflicht-Ausstattung eines mittelgroßen Hundes — Transportbox, Schlafplatz, Leine und Geschirr, Pflege- und Trainingszubehör. Optionales kommt mit 77–211 € dazu. Rechne zusätzlich mit 800–1200 € Welpenpreis und 60–100 €/Monat laufend.

Welches Futter braucht ein Pumi-Welpe?

Ein Pumi-Welpe braucht ein Welpen-Alleinfutter, verteilt auf 4 Mahlzeiten bis zur 12. Woche, dann 3, ab dem 6. Monat 2. Ernährungsphysiologisch die unkomplizierteste Klasse. Die ersten zwei Wochen beim gewohnten Futter des Züchters bleiben, danach langsam umstellen.

Was muss ich beim Kauf eines Pumi-Welpen beachten?

Kaufe nur beim kontrollierten Züchter (VDH-Welpenvermittlung oder zuständiger Zuchtverein): Mutterhündin vor Ort sehen, Abgabe frühestens mit 8 Wochen, dokumentierte Impfungen und Entwurmungen. Rassetypisch beim Pumi: Lass dir Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere zu Hüftdysplasie und Patellaluxation zeigen. Realistischer Preis: 800–1200 € — deutlich billigere Angebote sind ein Warnsignal für Welpenhandel.

Noch unsicher, ob der Pumi passt?

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Mehr zum Hund selbst: das Pumi-Rasseprofil · passende Zweithunde · generische Welpen-Checkliste

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